Ein paar Gedanken...

 

Reine Handarbeit

 

Wir alle stricken unser Leben jeden Tag ein Stück weiter.

Die einen stricken liebevoll und sorgsam, man merkt, wie viel Freude es ihnen bereitet, ihr "Lebenswerk" zu gestalten.

Die anderen stricken mühevoll und ungern. Man merkt, welche Kraft und Mühe es sie kostet, "Leben" jeden Tag neu aufzunehmen.

Manche wählen ein kompliziertes Muster, andere ein ganz schlichtes.

Oft ist es ein buntes Maschenwerk oder ein Stück in tristen Farben.

Nicht immer können wir die Farben selbst wählen, und auch die Qualität der Wolle wechselt:

Mal weiß und flauschig weich, mal grau und kratzig.

Und öfter lässt man eine Masche fallen, oder sie fällt ohne dein Zutun und zurück bleiben Löcher und ein unvollständiges Muster.

 Manchmal reißt der Faden, und es hilft nur ein dicker Knoten.

    Wenn wir unser Leben betrachten, wissen wir genau, welche Stellen es sind. Und oft geschieht es, dass einer sein Strickzeug in die Ecke wirft.

Es wird für uns Menschen ein ewiges Geheimnis bleiben, wie viel Lebensfaden noch zu verstricken bleibt. 

Du hast die Nadeln in der Hand, du kannst das Muster wechseln, die Technik oder das Werkzeug.

 

 

 

Nur aufribbeln kannst du nichts, auch nicht ein kleines winziges Stück!